| Ölen von Holzblockflöten | |||||||
Blockflöten sind großer Belastung durch Atemfeuchtigkeit ausgesetzt, und um die Tonqualität zu erhalten und Risse zu vermeiden, sollten sie regelmäßig mit Öl behandelt werden. Sinn des Ölens ist es, die Innenbohrung einer Flöte zu imprägnieren, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Ob man eine Blockflöte ölen muss, hängt vom verwendeten Holz ab und davon, wie es vorbehandelt ist. | |||||||
| Wie häufig sollte die Flöte geölt werden? Was braucht man zum Ölen? Fragen zur Verwendung von Leinöl beantworten Ihnen gerne unsere Instrumentenbauer. Mittelteil und Fußstück lassen sich am leichtesten behandeln. Benetzen Sie den inneren Flötenrand mit ein paar Tropfen Öl und drehen Sie den Wischer durch das Flötenstück hindurch, bis er auf der anderen Seite sichtbar wird. Ziehen Sie ihn dann wieder drehend heraus. Halten Sie das Flötenstück gegen das Licht und schauen Sie sich das Ergebnis Ihrer Arbeit an: Wenn es noch matte Stellen gibt, wiederholen Sie den Vorgang, bis die Flöte von innen mit einer gleichmäßigen Ölschicht versehen ist. Gehen Sie beim Ölen des Kopfstücks besonders umsichtig vor und achten Sie darauf, dass der Block möglichst nicht mit Öl in Berührung kommt. Halten Sie das Kopfstück immer mit dem Schnabel nach oben, damit das Öl nicht in den Windkanal fließen kann. Nehmen Sie nun die bereits ölige Bürste und schieben Sie sie mit vorsichtigen Drehbewegungen langsam in den Flötenkopf hinein, bis sie durch das Labium zu sehen ist. Nun können Sie behutsam weiterdrehen, bis der (möglichst ölfreie) Stopper sanft den Block berührt. Drehen Sie nun die Bürste langsam wieder heraus, prüfen Sie mit einem Blick in die Innenbohrung, ob der Ölfilm gleichmäßig aufgetragen ist, und wiederholen Sie, wenn nötig, den Vorgang, eventuell unter Zugabe von 1-2 Tropfen zusätzlichen Öls. Die Außenfläche unlackierter Flöten bekommt einen schönen matten Glanz, wenn man sie mit einem leicht öligen Baumwolllappen abreibt. Achten Sie bei der Behandlung des Flötenkopfes darauf, dass dabei kein Öl in den Windkanal gerät. Reiben Sie den Kopf mit einem Tuch ab, aber lassen Sie den Schnabel und besonders die direkte Anblasöffnung am Schnabelende besser aus. Ölen Sie die Fläche des Labiums mit dem feinen Pinsel und achten Sie darauf, nicht zu nah an den Windkanal zu kommen. Die Kriechfähigkeit des Öls wird dafür sorgen, dass es sich auch an den Flanken des Labiums verteilt. Stellen Sie die Flötenteile nun möglichst gerade zum Trocknen ab, z. B. auf einem Teller, und lassen Sie sie einige Stunden stehen (am besten über Nacht), damit das Holz möglichst viel Öl aufnehmen kann. Zu guter Letzt können Sie eventuelle Rückstände mit einem sauberen Baumwolllappen abwischen. | ||||||
| Diese Regeln sollten Sie beim Ölen unbedingt beachten: • Lassen Sie die Flöte vor dem Ölen gut trocknen! • Halten Sie das Kopfstück beim Ölen immer senkrecht mit dem Schnabel nach oben! • Der Block sollte möglichst nicht mit Öl in Berührung kommen! • Achten Sie darauf, dass kein Öl in den Windkanal gerät! • Geben Sie Ihrer Flöte Zeit, das Öl gut aufzunehmen! | |||||||







